„Darf ich bitten?“ – Mobiler Tanztee für Senior*innen im ländlichen Raum
Erwachsene sind auch nur Kinder mit Geld...
„Darf ich bitten?“ ist ein mobiles Kulturangebot, das direkt in Pflegeeinrichtungen umgesetzt wird. Im Zentrum stehen moderierte Tanztees für alle
Als Schallplattenunterhalter gestalte ich moderierte Tanztees mit Musik der 1950er bis 1970er Jahre, die gezielt an die Lebenswelt der Bewohner*innen anknüpfen.
Zielgruppe
Senior*innen in Pflegeeinrichtungen
hochaltrige Menschen (Ü80 / Ü90)
Menschen mit eingeschränkter Mobilität
Umsetzung
Einsatz mobiler Technik (Plattenspieler, Lautsprecher, Mikrofon)
Dauer pro Termin: ca. 2–3 Stunden
enge Abstimmung mit den Einrichtungen vor Ort
Die Infrastruktur wird durch die Einrichtungen gestellt.
Das Problem
Hochaltrige Menschen in Pflegeeinrichtungen haben häufig nur eingeschränkten Zugang zu kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe. Alter, Mobilitätseinschränkungen und die Lage im ländlichen Raum erschweren die Teilnahme an Kultur- und Begegnungsangeboten. Gleichzeitig drohen ihre Musik-, Tanz- und Erinnerungskulturen aus dem öffentlichen Leben zu verschwinden. „Darf ich bitten?“ bringt Kultur direkt zu diesen Menschen und verbindet Musik, Tanz, Erinnerung und Begegnung.
Unsere Lösung
Mit einem mobilen Kulturangebot bringen wir Musik, Tanz und Begegnung direkt zu hochaltrigen Menschen in Pflegeeinrichtungen. „Darf ich bitten?“ verbindet Schallplatten der 1950er bis 1970er Jahre, moderierte Tanzrunden und biografische Erinnerungen. Die Teilnehmenden können tanzen, mitsingen, zuhören und sich austauschen. So schaffen wir niedrigschwellige, identitätsstiftende und generationenübergreifende Möglichkeiten kultureller und sozialer Teilhabe.
Unsere Vision
Unsere Vision ist, kulturelle Teilhabe auch im hohen Alter selbstverständlich zu machen – unabhängig von Mobilität, Wohnort oder Pflegebedürftigkeit. „Darf ich bitten?“ soll sich als nachhaltiges, mobiles Kulturangebot etablieren und regelmäßig Pflegeeinrichtungen und ländliche Räume erreichen. Langfristig wollen wir die Schallplattenunterhaltung als lebendige Erinnerungskultur bewahren und Begegnungen zwischen Generationen durch Musik und Tanz ermöglichen.
Finanzierungskonzept
Die Umsetzung soll über eine Kombination aus Fördermitteln, Eigenmitteln und Beiträgen der beteiligten Einrichtungen finanziert werden. Die Förderung ermöglicht die professionelle Durchführung und Weiterentwicklung des bislang überwiegend ehrenamtlichen Angebots. Als Netzwerkpartner gewinnen wir Pflege- und Senioreneinrichtungen, soziale Träger, Kommunen sowie Kultur- und Begegnungsorte. Sie unterstützen bei Organisation, Ansprache der Zielgruppe und Durchführung vor Ort. LEADER ist auch denkbar
Das macht uns zur sozialen Innovation
Wir verbinden eine fast vergessene Kulturpraxis – die Schallplattenunterhaltung – mit kultureller und sozialer Teilhabe im hohen Alter. Statt Menschen zu Kulturangeboten zu bringen, kommt die Kultur zu ihnen. Musik, Tanz und biografische Erinnerungen werden dabei aktiv miteinander verbunden. Die bewusste Einbeziehung ostdeutscher Musik schafft einen identitätsstiftenden Zugang und macht persönliche Lebensgeschichten sichtbar.