Das Innovations-Sofa. Diesmal mit Helpline Sachsen
Beim „Innovations-Sofa - der Interview-Reihe mit Innovationsschaffenden aus Sachsen" nimmt heute Helpline Sachsen Platz.
Wer bist du?
Wir sind die Helpline Sachsen, ein Projekt des RAA Sachsen e.V. Wir sind ein ehrenamtliches Hilfetelefon für Menschen die wenig oder kein Deutsch sprechen. Unsere Freiwilligen sprachmitteln für Notfälle am Telefon.
Welche Probleme löst ihr?
Wenn Menschen einen Notfall haben, rufen sie normalerweise einfach die 110 oder 112 an. Hat man aber aber nicht die richtigen Worte parat oder fängt erst an Deutsch zu lernen, dann stößt man hier schnell auf Sprachbarrieren. Die überbrücken wir!
Wie ist die Idee dazu entstanden?
Die Helpline Dresden wird ins Leben gerufen - von mehreren Max-Planck-Instituten in Kooperation mit uns, weil Mitarbeiter der MPI rassistischen Angriffen ausgesetzt waren und den Notruf brauchten. Seit 2024 ist die Helpline in ganz Sachsen verfügbar.
Was sind eure größten Herausforderungen?
Derzeit ist es die finanzielle Unsicherheit. Wir wissen nicht, ob wir das Angebot 2027 überhaupt so weiterführen können. Gerade die 24/7 Verfügbarkeit vieler Sprachen macht das Angebot zu dem was es ist - hier einsparen zu müssen wäre fatal.
Was war euer bisher größter Erfolg?
Jeder Anruf, jede Sprachmittlung und Beratung ist ein Erfolg für uns! Die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen mit verschiedensten Backgrounds macht nicht nur Spaß, sondern bringt auch vielen Menschen mehr Sicherheit und Teilhabe.
Wofür habt ihr SINN bisher genutzt?
Besonders die Vernetzung mit anderen Projekten finden wir hilfreich. Nicht nur für unsere Verweisberatung, sondern auch als Inspiration und Mutmacher!