Guter Alltag

Selbstständig bleiben, einfach per Stimme.

Guter Alltag ist ein sprachgesteuertes Assistenzsystem für ältere Menschen. Der Fernseher zeigt das Bild, eine kleine Box erledigt die Technik.

Guter Alltag
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Kategorie

Alter und Pflegebedürftigkeit Kulturelle Teilhabe

Ansprechpartner:in

Marco Hebestadt
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Ort

Dresden

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Guter Alltag ist ein sprachgesteuertes Assistenzsystem für ältere Menschen. Der Fernseher dient als Bildschirm und Lautsprecher, eine kleine Box dahinter übernimmt die Verarbeitung, komplett lokal statt in der Cloud. Gesteuert wird per Sprache, ergänzt um eine einfache Fernbedienung. So koordinieren ältere Menschen Termine, Bestellungen und Videotelefonie selbst. Ein Prototyp läuft bereits, ich suche eine Mitgründerin oder einen Mitgründer sowie erste Testhaushalte.

Das Problem

Viele ältere Menschen ziehen sich technisch bedingt zurück, weil Apps, Tablets und Bildschirme sie überfordern. Das kostet Selbstständigkeit und führt oft zu sozialer Isolation, etwa wenn Videotelefonie mit der Familie an der Bedienung scheitert. Pflegende Angehörige werden zusätzlich belastet, weil sie bei der Technik unterstützen müssen, obendrauf zur eigentlichen Pflege.

Unsere Lösung

Eine kleine Box im Hintergrund übernimmt die eigentliche Verarbeitung, komplett lokal statt in der Cloud, der Fernseher dient dabei als Bildschirm und Lautsprecher. Gesteuert wird vor allem per Sprache, ergänzt um eine einfache Fernbedienung mit wenigen Tasten für alle, die lieber drücken als sprechen. So erledigen ältere Menschen Termine, Bestellungen und Videotelefonie mit der Familie selbst, ohne die Technik erst zu erlernen.

Unsere Vision

Langfristig soll Guter Alltag älteren Menschen helfen, länger selbstständig und sozial eingebunden in den eigenen vier Wänden zu leben, statt vorschnell auf fremde Hilfe oder eine Einrichtung angewiesen zu sein. Perspektivisch strebe ich eine Listung als digitale Pflegeanwendung nach Paragraf 40a SGB XI an, damit die Pflegekasse die Nutzung mitträgt und das Angebot nicht an der Zahlungsfähigkeit einzelner Familien hängt.

Finanzierungskonzept

Angestrebt ist eine Förderung über das EXIST-Gründungsstipendium mit Hochschulanker, dazu eine Forschungskooperation mit der HTW Dresden und dem AAL Living Lab von Professor Böhme für Tests und Nutzerstudien im echten Pflegeumfeld. Langfristig soll die Listung als digitale Pflegeanwendung eine laufende Finanzierung über die Pflegekasse ermöglichen, das SINN-Netzwerk ist dabei ein weiterer Baustein für Sichtbarkeit und Kontakte im sozialen Bereich.

Das macht uns zur sozialen Innovation

Anders als viele Wettbewerber verlangt Guter Alltag kein neues Tablet und keinen Roboter mit eigenem Bildschirm. Der Fernseher, den die Zielgruppe schon kennt, übernimmt Bild und Ton, eine kleine, unauffällige Box im Hintergrund die eigentliche Verarbeitung. Bedient wird komplett per Sprache. Dass diese Verarbeitung lokal auf der Box läuft statt in der Cloud, ist im Pflegekontext ein echter Unterschied, weil sensible Gespräche das Haus nicht verlassen.

Nachhaltigkeitsziele

Weniger Ungleichheiten
Guter Alltag verringert die digitale Kluft zwischen Jung und Alt. Viele ältere Menschen werden von App- und Touchscreen-gestützter Technik ausgeschlossen, obwohl sie davon besonders profitieren könnten. Vollständige Sprachsteuerung über den vertrauten Fernseher macht Technik auch ohne Vorerfahrung nutzbar, unabhängig vom Alter der Nutzenden. Das erhält Selbstständigkeit und gleicht die Teilhabechancen älterer Menschen gegenüber jüngeren, technikaffineren Generationen an.
Weitere Ziele
Gesundheit und Wohlergehen