Empowerment und Vélomobilität für Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte

Durch das Fahrradtraining mit ehrenamtlichen Trainerinnen aus der lokalen Bevölkerung erhöhen wir die räumliche und soziale Mobilität der Frauen.

Empowerment und Vélomobilität für Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte
Empowerment und Vélomobilität für Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte
Lila Lenker e.V.

Kategorie

Arbeit mit Ehrenamtlichen Migration Diversität und Gleichstellung

Ansprechpartner:in

Nora Grabowski
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Finanzierung Beratung

Ort

Leipzig

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In verschiedenen Formaten bringen wir Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte mit Frauen aus der lokalen Bevölkerung zusammen, um gemeinsam das Radfahren zu üben. Der Fokus auf das Radfahren ist dabei auch Mittel zum Zweck - die Begegnung findet in einer niedrigschwelligen und positiven Form statt. Die Frauen erleben Selbstwirksamkeit und Unabhängigkeit durch das Erlernen einer Alltagskompetenz, gleichzeitig wird ein soziales Netzwerk geschaffen.

Das Problem

Soziale Isolation, Vorurteile, Stereotype und Diskriminierung entstehen vor allem dann, wenn sich Menschen im Alltag nicht begegnen oder nicht miteinander in Kontakt treten. Oft fehlt es an Begegnungsmöglichkeiten. Menschen, die weniger Teilhabemöglichkeiten und einen eingeschränkten Zugang zu Ressourcen haben, sind davon eher betroffen. Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte sind besonders stark isoliert. Vielen fehlt es zudem an einem gleichberechtigten Zugang zu Mobilität.

Unsere Lösung

Wir schlagen mehrere Fliegen mit einer Klappe: alle Beteiligten kommen mit Freude und freiwillig, es wird viel gelacht. Dadurch, dass man gemeinsam etwas tut, ist der Kontakt ungezwungen, unverkrampft. Die Wirksamkeit des Konzeptes ist belegt.

Unsere Vision

Unsere Vision ist eine Gesellschaft, die Vielfalt wertschätzt und in der Frauen und Mädchen mit Migrationsgeschichte die gleichen Chancen haben. Feste Kurse, offenes Training, Fahrraderwerb, eine konstante Anlaufstelle, wie ein Fahrradcafé das wäre wünschenswert und sind unsere Mittel dazu. Mit einer Finanzierung könnten wir unser Konzept gut auf andere sächsische Städte oder das Umland übertragen.

Finanzierungskonzept

Nachdem wir jetzt vier Jahre lang die Projektleitung - neben den ehrenamtlichen Trainerinnen - unbezahlt gestemmt hatten, soll diese Position mit wenigen Wochenstunden in ein Hauptamt verwandelt werden. Gespräche mit verschiedenen Referaten der Stadt finden bereits statt. Da wir erst kürzlich ein gemeinnütziger Verein wurden, hatten wir bislang kaum Einnahmen über Spenden, was sich nun hoffentlich ändert.

Das macht uns zur sozialen Innovation

Wir haben das Projekt gestartet, weil wir um die Relevanz wussten und werden laufend darin bestärkt. Der Bedarf steuert ganz klar das Angebot. Wir sind gut vernetzt mit Migrant:innenorganisationen, über eine Messenger-Gruppe läuft die Mund-zu-Mund-Propaganda unter den Frauen sehr gut. Die Ehrenamtlichen gewinnen wir über Plattformen und über Medienpräsenz. Durch die partizipative Struktur gibt es eine große Identifikation mit dem Verein/dem Projekt, was die Ehrenamtlichen langfristig hält.

Nachhaltigkeitsziele

Geschlechtergleichheit
Das Erlernen des Fahrradfahrens vermittelt Erfolgserlebnisse und stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Diese Erfahrung kann Migrantinnen dazu ermutigen, weitere Lernangebote wahrzunehmen, neue Kompetenzen zu erwerben und ihren Alltag selbstbestimmter zu gestalten. Natürlich vermittelt das Radfahrtraining auch einen Zugang zum Sport und erweitert den Radius in der Stadt und die Möglichkeiten der persönlichen Mobilität.
Weitere Ziele
Gesundheit und Wohlergehen Nachhaltige Städte und Gemeinden

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