NaviPAD
zur zielgerichtete Vermittlung von Personen mit sozialen Bedarfen
NaviPAD entwickelt eine webbasierte Datenbank, die hausärztliche Praxen bei der Vermittlung an soziale Beratungs- und Hilfsangebote unterstützt.
NaviPAD entwickelt eine Website, die alle verfügbaren sozialen Unterstützungsangebote bündelt und sie mithilfe einer Suchfunktion und Filtermöglichkeiten strukturiert aufbereitet. Das erleichtert die Suche nach passenden, regionalen Hilfsmöglichkeiten - auch für ambulante Versorger wie Hausarztpraxen, die damit im Rahmen ihrer Lotsenfunktion ein innovatives Instrument zur Verfügung gestellt bekommen, um betroffene Patient:innen an passende Angebote zu vermitteln.
Das Problem
Viele Patient:innen suchen bei sozialen Anliegen, wie z.B. bei familiären oder finanziellen Schwierigkeiten, Krisensituationen, Mobbing oder Einsamkeit – ihre Hausarztpraxis als niedrigschwellige Anlaufstelle auf. Hausärzt:innen übernehmen diese Aufgaben, ohne über geeignete Strukturen oder Ressourcen zu verfügen. Geeignete Unterstützungsangebote sind zwar vorhanden, ihre Recherche ist jedoch mitunter zeitaufwendig, eher unstrukturiert und kann oft keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.
Unsere Lösung
Das durch den Europäischen Sozialfonds PLUS (ESF PLUS) geförderte Forschungsprojekt NaviPAD* entwickelt eine Datenbank zu sozialen Unterstützungsangeboten. Mithilfe von Such- und Filterfunktionen soll die Datenbank die Sichtbarkeit sozialer Angebote erhöhen und somit die Recherche sowie die Vermittlung an geeignete Anlaufstellen erleichtern.
Unsere Vision
NaviPAD will zum einen die bereits vorhandenen Strukturen sozialer Hilfsangebote sichtbarer machen, sodass die bereits etablierten Versorgungsmöglichkeiten besser genutzt werden können. Zum anderen zielt das Projekt auf eine Entlastung der Hausarztpraxen ab. Die Recherche passender Angebote nimmt aktuell viel Zeit ein und wird von den Hausärzt:innen als eher wenig zufriedenstellend beschrieben. Das soll NaviPAD ändern.
Finanzierungskonzept
NaviPAD (und somit die Entwicklung der Datenbank) wird von Januar 2026 bis Dezember 2027 durch den Europäische Sozialfonds PLUS (ESF-PLUS) gefördert. Unser Anspruch ist es jedoch, die Datenbank auch nach 2027 weiter aufrecht zu erhalten, sodass sie nachhaltig genutzt werden kann.
Das macht uns zur sozialen Innovation
Bislang ist noch keine Datenbank im sächsischen Raum bekannt, die Angebote für soziale Anliegen - unabhängig der Art der Trägerschaft - bündelt und diese mithilfe einer Suchfunktion und Filtermöglichkeiten zur einfacheren Recherche hinterlegt. Mithilfe der Suchfunktion können Angebote gefunden und anschließend mithilfe der Filtereinstellungen präzisiert werden. So sollen die Angebote bzgl. potenzieller Zielgruppen (nach Alter, Geschlecht, Wohnort, Beeinträchtigung, …) eíngrenzbar sein.