Digitales Miteinander – Brücken bauen zwischen Jung und Alt
Verein für Integration, persönliche Entwicklung, Erfahrungs- und Kulturaustausch e.V.
Unser Verein wurde im Jahre 2008 in Chemnitz von Migranten gegründet. Unsere Ziel ist Migranten und Migrantinnen zu betreuen und in das Arbeitsleben zu integrieren.
Wir engagieren uns außerdem auch im sozialen und kulturellen Bereich.
Wir führen gemeinsam mit regionalen Partnern aus Wirtschaft, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsförderung, Verwaltung, beruflicher Bildung Projekte zur Verbesserung der beruflichen Integration von Personen mit Zuwanderungsgeschichte durch.
Wir unterstützen Zuwanderer individuell bei der Entwicklung und Umsetzung beruflicher Perspektiven, erstellen mit ihnen eine Kompetenzanalyse, suchen nach Praktikums- und
Arbeitsplätzen, fördern Schlüsselkompetenzen und vermitteln an Fachstellen/Institutionen
zur weiteren Beratung.
Unsere Ziele und Aufgaben:
- Hilfe bei der beruflichen Integration durch Informationsveranstaltungen und Seminare von russisch sprechenden Mitbürgern in Deutschland.
- Förderung der Integration von Migranten durch ehrenamtliches Engagement
- Sozial-ökonomische, interkulturelle und gesellschaftliche Fragen, Verbesserung der Sprachkompetenz und Entwicklung der Bürgerinitiativen und interkulturelles Lernen
- die Förderung von Kontakten, Bürgerbegegnungen und Bildung der Partnerschaftsnetze, freundschaftliche und sachlich-informative Begegnungen und Verbindungen mit Bürgern, Vereinen und Institutionen Osteuropas
- Durchführung von Seminarreihen und Veranstaltungen unter dem Aspekt „Integration statt Isolation“ für Migranten und Personen mit besonderen Befindlichkeiten auf verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.
- die Entwicklung berufsorientierender Maßnahmen, um noch mehr Migranten aber auch einheimische Langzeitarbeitslose zu einer vernünftigen Beschäftigung einzubeziehen
Das macht uns zur sozialen Innovation
1. Gesellschaftlicher Mehrwert durch Rollenumkehr (Empowerment)
Im Gegensatz zu traditionellen Bildungsangeboten findet hier eine Neudefinition von Rollen statt. Jugendliche werden zu Lehrenden (Experten), was ihr Selbstwertgefühl und ihre soziale Verantwortung stärkt. Senioren nehmen die Rolle der Lernenden an, bleiben aber durch den Dialog aktiv im gesellschaftlichen Geschehen eingebunden. Diese Form des „Reverse Mentoring“ bricht klassische Hierarchien auf.
2. Bekämpfung der „Digitalen Kluft“ (Social Inclusion)
Soziale Innovationen zeichnen sich dadurch aus, dass sie Benachteiligungen abbauen.
Teilhabe: Das Projekt ermöglicht älteren Menschen den Zugang zu modernen Kommunikationsmitteln (WhatsApp, Videotelefonie, Online-Ämter), was ihre Autonomie erhöht.
Prävention von Einsamkeit: Die Technik ist hier nur das Mittel zum Zweck. Das eigentliche Ziel ist die Überwindung von Isolation durch intergenerationelle Begegnung.
3. Vernetzung bestehender Ressourcen
Anstatt neue, teure Infrastrukturen zu schaffen, nutzt das Projekt vorhandene Potenziale:
Ressource Jugend: Das intuitive Wissen der „Digital Natives“.
Ressource Alter: Die Lebenserfahrung und die Zeit der Seniorinnen und Senioren.
Lokale Strukturen: Kooperationen mit Schulen, Seniorenheimen und Quartierszentren schaffen ein neues lokales Netzwerk, das über das Projekt hinaus Bestand hat.
4. Systemischer Wirkungsansatz
Das Projekt ist innovativ, weil es zwei Megatrends – den demografischen Wandel und die Digitalisierung – synergetisch verknüpft. Es bekämpft Altersdiskriminierung (Ageism), indem es zeigt, dass Lernfähigkeit nicht an das Alter gebunden ist und dass die junge Generation einen wertvollen Beitrag zum Gemeinwohl leistet.
Das Projekt „Digitales Miteinander – Brücken bauen zwischen Jung und Alt“ gilt deshalb als soziale Innovation, weil es nicht nur ein technisches Problem (mangelnde IT-Kenntnisse) löst, sondern soziale Praktiken und Rollenbilder nachhaltig verändert.