JES Jugend Engagiert Sich
JES unterstützt junge Menschen dabei, ein passendes Ehrenamt zu finden, bringt sie mit Einsatzstellen zusammen und begleitet sie während ihres Engagements. Ob sozial, ökologisch, kulturell oder im Sport – JES erleichtert den Einstieg und stärkt freiwilliges Engagement.
Engagement stärkt Solidarität und schafft das Gefühl, wirklich etwas bewirken zu können. Studien zeigen: Wer früh positive Erfahrungen im Ehrenamt sammelt, bleibt oft ein Leben lang engagiert. Gleichzeitig eröffnet Engagement Räume für neue Kontakte, persönliche Entwicklung und erste Einblicke in Berufs- und Arbeitswelten.
Doch der Zugang ist nicht für alle selbstverständlich. Gerade sehr junge Menschen oder Menschen mit geringen Deutschkenntnissen stoßen häufig auf Unsicherheiten, Vorbehalte oder fehlende Orientierung. Die Suche nach einer passenden Einsatzstelle, die erste Kontaktaufnahme und organisatorische Fragen stellen für viele eine echte Hürde dar.
Hier setzt JES an: Das Projekt möchte möglichst viele junge Menschen für Engagement begeistern, ihnen passende Einsatzstellen vermitteln und sie auf diesem Weg eng begleiten. Ziel ist es, positive Erfahrungen zu ermöglichen, Selbstvertrauen zu stärken und langfristiges Engagement zu fördern – im besten Fall auch als Inspiration für Freund*innen und das eigene Umfeld.
Durch eine intensive Akquise konnten über 200 Einsatzstellen gewonnen werden, die vielfältige und flexible Engagementmöglichkeiten bieten. Die JES-Zielgruppe ist sehr heterogen: Schüler*innen, die in Berufe hineinschnuppern möchten, geflüchtete junge Menschen auf der Suche nach Teilhabe, Jugendliche mit gesundheitlichen Einschränkungen, die eine Vollzeitbeschäftigung ausschließen… Ergänzt wird das praktische Engagement durch Workshops, Erste-Hilfe-Kurse, Exkursionen und Austauschtreffen.
Ein zentraler Erfolgsfaktor von JES ist die kontinuierliche persönliche Begleitung durch die JES-Referentin. Sie unterscheidet das Projekt klar von klassischen Freiwilligenagenturen. Durch regelmäßigen Kontakt, Gespräche und Unterstützung, auch direkt in den Einsatzstellen, steht sie Jugendlichen und Organisationen bei Fragen, Unsicherheiten oder Konflikten verlässlich zur Seite – und schafft so Sicherheit auf dem gesamten Weg ins Engagement.
Das macht uns zur sozialen Innovation
JES ist ein Projekt der sozialen Innovation: Es unterstützt junge Menschen dabei, Zugang zu freiwilligem Engagement zu finden, die sonst häufig außen vor bleiben. Während klassische Freiwilligenagenturen meist auf Erwachsene ausgerichtet sind und vor allem vermitteln, geht JES einen Schritt weiter – mit aktiver Begleitung vor, während und nach dem Einstieg ins Ehrenamt.
Im Mittelpunkt stehen junge Menschen zwischen 13 und 26 Jahren, die Unterstützung nicht nur bei der Suche nach einer passenden Einsatzstelle brauchen, sondern auch bei der Kontaktaufnahme, bei Formalitäten und während ihres gesamten Engagements eine verlässliche Ansprechperson außerhalb der Einsatzstelle wünschen. Genau diese kontinuierliche Begleitung ist ein zentrales Merkmal von JES und unterscheidet das Projekt deutlich von klassischen Vermittlungsstellen.
Viele der Teilnehmenden stoßen im Ehrenamt auf Hürden: Sie sind für viele Engagementmöglichkeiten noch zu jung, verfügen (noch) nicht über ausreichende Sprachkenntnisse oder Erfahrungen oder können sich nur wenige Stunden pro Woche engagieren. Andere haben keine feste peer group oder sind nicht in bestehende Engagementstrukturen wie Vereine, Kirchgemeinden oder Jugendverbände eingebunden. Auch der Zugang zu Einsatzstellen ist oft von Unsicherheit oder Zurückhaltung geprägt – insbesondere bei sehr jungen Menschen oder jungen Migrant*innen.
JES setzt genau hier an und baut diese Barrieren aktiv ab. Über 200 unterschiedliche Einsatzstellen konnten bereits gewonnen werden, die vielfältige und flexible Engagementmöglichkeiten bieten – in sozialen, ökologischen, kulturellen und sportlichen Bereichen. So entstehen niedrigschwellige Zugänge, die wirklich zu den Lebensrealitäten junger Menschen passen.
Ein besonderes Anliegen ist dabei der Perspektivwechsel: Gerade junge Migrant*innen werden nicht als „hilfsbedürftige Zielgruppe“, sondern als aktive, verantwortungsbewusste Akteur*innen gesehen, die ihr Umfeld mitgestalten wollen und können.
Ziel ist es, möglichst viele junge Menschen für Engagement zu begeistern, ihnen passende Erfahrungen zu ermöglichen und sie so zu stärken, dass sie langfristig aktiv bleiben – und ihre positiven Erfahrungen im besten Fall an Freund*innen und ihre Community weitergeben.