Resonanz-Labor
Im Resonanz-Dome wird Zukunft zur fühlbaren Landschaft, die wir mit „Kommunaler“, „Klimatischer“ und „Künstlicher“ Intelligenz spielerisch gestalten; wir befördern das Engagement für Umweltschutz und Demokratie als zwei Seiten ein und derselben Medaille.
Vom Wissen zum Fühlen, vom Fühlen zum Handeln: Interaktive Entdeckungsreisen, die uns zu aktiven Gestaltern unseres gemeinsamen Lebensraums machen
Stell dir vor: Komplexe ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen werden fühlbar, sichtbar und gemeinsam gestaltbar. Der Resonanz-Dome ist ein Labor, das als „kommunale XR-Brille“ abstrakte Daten in unmittelbare Erlebnisse verwandelt und zu echter Transformation befähigt.
Wir interpretieren das 100-jährige Konzept des Planetariums neu: Vom Blick in den fernen Kosmos zum resonanten Blick auf unsere Erde. Durch immersive 360°-Projektionen übersetzen wir komplexe Kommunal- und Umweltdaten in begehbare Klang-/Bildwelten. Stadtratsbeschlüsse werden sofort audiovisuell erfahrbar. Bürger liefern via AR-Technologie und Emotions-/Bewegungserkennung Stimmungen und Vorschläge zurück. Der Dome verbindet immersive Audiovisualisierung mit theatralen und deliberativen Formaten (Impro-/Forumtheater, Parlament der Lebewesen, Systemische Aufstellungen mit Natursubjekten). Einige wenige Beispiele aus zahlreichen Möglichkeiten mit einer völlig neuen Dialogqualität:
Lokale Energiewende mit Bürgerbeteiligung: Schulklassen und Bürger entwickeln spielerisch lokale Energiekonzepte als digitale Prototypen.
Biokratische Prozesse: Pflanzen, Tiere, Gewässer und ganze Ökosysteme erhalten via Datenvisualisierung eine Stimme in politischen Prozessen.
Innovative Gesundheitsdialoge: Audiovisuelle und szenische Methoden fördern Verständigung auf Augenhöhe zwischen Betroffenen, Ärzten und Forschern.
Kreative, interaktive Wissenschaftskommunikation ermöglicht berührende Eindrücke, die zu Berufswahl in MINT- oder Sozial-Fächern bzw. neuen Stadtprojekten inspirieren.
Bei einem Workshop zu ökologischen Kinderrechten können Kinder erleben, wie sich Klima-Angst in Selbstwirksamkeit verwandelt, wenn sie bioelektrische Baumsignale hören oder Stadtklima fühlen und daraus selbst entwickelte Visionen Stadtverantwortlichen präsentieren.
Wir vereinen Wissenschaft, Kunst und Technologie, um eine neue Kultur der Teilhabe und ökologischen Verantwortung zu fördern.
Das macht uns zur sozialen Innovation
Der Resonanz-Dome befördert eine grundlegende Neugestaltung der Beziehung zwischen Mensch, Technologie und lebendiger Mitwelt. Er ändert die Art, wie Gesellschaft Wissen teilt, Entscheidungen trifft und Zukunft gestaltet.
Drei Dimensionen sozialer Innovation:
Neue Zugänge statt neuer Informationen. Die zentrale Herausforderung unserer Zeit ist nicht Wissens-, sondern Verbindungsmangel. Der Resonanz-Dome adressiert diese Lücke, indem er immersive Technologie nicht zur Unterhaltung, sondern als Brücke zwischen Daten und Empfinden einsetzt. Er schafft einen kollektiven Erfahrungsraum, in dem abstrakte Zusammenhänge wie Klimawandel, Bodenversiegelung und urbane Dynamiken emotional zugänglich werden. Das schafft Handlungsmotivation, wo rationale Appelle an ihre Grenzen stoßen.
Kollektive statt isolierende Technologie. Während VR-Brillen Menschen vereinzeln, wirkt der Dome als gemeinsamer Resonanzraum. AR-gestützte Feedback-Loops, Emotions- und Bewegungserkennung ermöglichen authentische Rückkopplung zwischen Menschen sowie Mensch und Umwelt. Technologie wird zum sozialen Bindemittel und bewussten Gegenentwurf zur vorherrschenden Digitalisierungslogik.
Erweiterung demokratischer Teilhabe. Mit dem Konzept der „Biokratie" führt der Resonanz-Dome einen Paradigmenwechsel ein: Nicht-menschliche Akteure, also Ökosysteme wie Gewässer, Böden, Wälder, erhalten über Datenvisualisierung und KI eine Stimme in Planungs- und Entscheidungsprozessen. Das erweitert den Kreis der Beteiligten über das Menschliche hinaus und verankert ökologische Verantwortung strukturell in demokratischen Verfahren.
Die übergreifende Innovation liegt im Zusammenwirken dieser Dimensionen: Der Resonanz-Dome verbindet immersive Erfahrung, partizipative Methoden und biokratische Perspektiven zu einem Resonanz-Labor, das als Transformations-Allmende konzipiert ist. Als Open-Source-basierte, dezentrale Infrastruktur ist er nicht auf einen Standort begrenzt, sondern als übertragbares Modell für kommunale Intelligenz angelegt.
Die bewusste Anknüpfung an das Leipziger Großraum-Planetarium (1926-1943) unterstreicht den transformativen Anspruch: Was einst den Blick in die Ferne richtete, wird zum Instrument der Verbundenheit mit der eigenen Stadt, der lokalen Ökosysteme, der gemeinsamen Zukunft. Teilhabe wird nicht als Pflicht vermittelt, sondern als lebendige Erfahrung ermöglicht.