VIVID | Entwicklertagebuch | #3

Wie Tynan Sylvester, der bekannte Spieledesigner und Gründer von Ludeon Studios, einmal in seinem Buch „Designing Games” sch

VIVID | Entwicklertagebuch | #3

Wie Tynan Sylvester, der bekannte Spieledesigner und Gründer von Ludeon Studios, einmal in seinem Buch „Designing Games” schrieb:
„In gewisser Weise existiert jedes Spiel bereits. Sie sind da draußen, versteckt in der Logik des Universums. Wir erschaffen sie nicht. Wir finden sie – so wie ein Bildhauer die Statue im Marmorblock findet, nicht indem er etwas hinzufügt, sondern indem er überschüssiges Material entfernt.”

Für uns ist die Lektion klar:
Um als Spieleentwickler innovativ zu sein, müssen wir neue, beispiellose und unerwartete Interaktionen zwischen den unzähligen Mechaniken entdecken, die Spiele bieten.

Unsere tägliche Arbeit besteht darin, Wissen über die von uns entworfenen Konzepte zu schaffen – durch Diskussionen, Tests und Balancing. Ähnlich wie Wissenschaftler, die versuchen, die Welt besser zu verstehen. Da wir jedoch im Bereich der Kunst arbeiten, beginnt unser Prozess kreativ. Die folgenden Schritte dienen dazu, das Wissen über die Schönheit des Designs von VIVID zu entwickeln und zu verfeinern.

So wie wir Schönheit im Spieldesign sehen, sahen andere sie lange vor uns in der Natur selbst. Dieser Beitrag ist daher eine Hommage an Aristid Lindenmayer, einen ungarischen Biologen, der die formale Sprache der L-Systeme entwickelte – Regelsätze zur Beschreibung des Wachstums vielzelliger Organismen wie Pflanzen und Algen.

Lindenmayer war fasziniert von Fraktalen und der „algorithmischen Schönheit von Pflanzen“, wie auch der Titel seines Lebenswerks lautet, das dank Przemyslaw Prusinkiewicz kurz nach Lindenmayers frühem Tod 1989 veröffentlicht wurde. In vielerlei Hinsicht legten beide den Grundstein für unsere Arbeit an VIVID.
Wäre Lindenmayer noch am Leben, würden wir davon ausgehen, dass er unsere Mission zur Förderung von Umweltbewusstsein unterstützt hätte – eine Mission, die stark von seinem Werk inspiriert ist.

In VIVID nutzen wir L-Systeme vor allem zur prozeduralen Erzeugung unserer Hauptcharaktere: verschiedener, teils vom Aussterben bedrohter Pflanzenarten. Durch die Interaktivität von Videospielen entsteht großes Potenzial, etwas über ihre individuellen Bedürfnisse zu lernen – ganz ohne eigenen Garten oder grünen Daumen.

Weitere Informationen: teamnavagames.de | linktr.ee/teamnavagames

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